B-Jugend ist jetzt Regionalligist
Die weibliche SGH-B-Jugend glaubte nach dem Turniersieg, noch einmal in der Qualifikation antreten zu müssen. Erst am Abend bemerkte Trainer Sascha Zaletel, welche Tür seine Mannschaft tatsächlich aufgestoßen hatte.

Nun hat es endlich geklappt: Die weibliche B-Jugend der SGH Ibbenbüren hat sich erstmals für die Regionalliga qualifiziert. Nach dem Turnier in Bielefeld kam der Erfolg allerdings überraschend. Denn zunächst war die Mannschaft davon ausgegangen, für den Aufstieg noch ein weiteres Qualifikationsturnier bestreiten zu müssen.
Nachdem die SGH in der vergangenen Saison die Meisterschaft in der Oberliga gefeiert hatte, durfte sie wie im Vorjahr an der Qualifikation zur Regionalliga teilnehmen. Vor dem Turnier in Bielefeld schaute sich Trainer Sascha Zaletel zunächst die Spielbestimmungen an. „Da stand, dass der Sieger des Turniers am darauffolgenden Wochenende noch eine Qualifikation zur Regionalliga spielen muss.“
Mit diesem Wissen ging das Team in die Partien. Zaletel wusste, was auf seine Mannschaft zukommen würde: „Da kann ganz viel passieren, weil du nur eine kurze Spielzeit und Gegner hast, die überkreislich spielen wollen. Das ist letztendlich schon ein Hauen und Stechen.“
In den Partien über jeweils einmal 20 Minuten gaben die B-Mädchen alles. Auf einen 9:6-Auftaktsieg gegen die DJK Ewaldi Aplerbeck folgten ein 9:5 gegen den HSC Haltern-Sythen und ein 11:5 gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. Lediglich gegen die JSG LIT 1912 II kam die Zaletel-Sechs nicht über ein 8:8 hinaus. Am Ende gab das bessere und laut Zaletel „superenge“ Torverhältnis den Ausschlag für den Gruppensieg.
„Dann haben wir uns darüber gefreut, dass wir uns für die Oberliga qualifiziert haben, wussten aber auch, dass wir am nächsten Wochenende wieder ran müssen“, erzählt Zaletel. Am Abend schaute der Trainer noch einmal im System nach und stellte fest, dass sich die Modalitäten offenbar verändert hatten. „Dann hieß es auf einmal, dass sich der Sieger doch für die Regionalliga qualifiziert hat.“
Völlig überrascht informierte Zaletel seine Mannschaft. Die Freude war groß, eine gemeinsame Feier gab es zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr. „Am Ende war es total schade, weil wir dann quasi auf dem Sofa aufgestiegen sind“, sagt der Trainer, der noch am selben Abend mit seinen Spielerinnen telefonierte.
Nun wartet auf die B-Mädchen der SGH Ibbenbüren das erste Spiel in der Regionalliga. Am Samstag um 15 Uhr tritt die Mannschaft bei der JSG Westfalen II an und kämpft erstmals in der höchsten überkreislichen Spielklasse um Punkte.
Artikel geschrieben von Tizian Hohnhorst
In der IVZ erschienen am Donnerstag, 17.09.2026

