„Wir haben unsere Struktur komplett weggeschmissen“

30. September 2026

SGH-Teams im Blick

In Havixbeck hat die SGH Ibbenbüren einen starken Start verspielt. Trainer Sascha Zaletel sieht nach dem 29:36 vor allem ein Problem: Seine junge Mannschaft habe nach dem Bruch im Spiel die Struktur „komplett weggeschmissen“.

Mit der Verletzung von Cedric Guhe (am Ball) kam ein Bruch ins Spiel der SG-Herren. | Foto: Tobias Mönningnhoff

Auswärts haben die Verbandsliga-Handballer der SGH Ibbenbüren ihre erste Niederlage kassiert. Beim Aufsteiger SW Havixbeck setzte es trotz eines tollen Starts eine 29:36-Niederlage.

Den ersten Sieg der Saison feierten derweil die SG-Damen. Der Verbandsligist bezwang die Reserve des TuS Bielefeld/Jöllenbeck am Sonntagnachmittag in der heimischen Halle Ost mit 25:21.

Verbandsliga Herren – SW Havixbeck – SGH Ibbenbüren

Auswärts beim Liganeuling aus Havixbeck musste das Team von Sascha Zaletel mächtig ackern. Dabei legten die SG-Herren wieder einmal los wie die Feuerwehr, lagen nach fünf Minuten bereits mit drei Treffern in Front. Als Oskar Landau in der 14. Minute auf 10:5 stellte, schienen die Gäste eigentlich schon für einigermaßen klare Verhältnisse gesorgt zu haben. „Dann hat sich Cedric Guhe verletzt. Er war schon der Turm in den ersten 20 Minuten. Das hat unserem Spiel einen Knacks gegeben“, musste Zaletel mit ansehen, wie der 5:0-Lauf der Schwarz-Weißen wieder auf Remis stellte. Zur Pause lag die SG 16:17 zurück.

So richtig erholten sich die Ibbenbürener von dieser Phase nicht mehr, rannten nun konsequent dem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr aufholten, „weil wir undiszipliniert Handball gespielt haben“, stellte der Coach fest. Jeder Spieler habe versucht, das Ruder auf seine eigene Weise herumzureißen. „Wir haben unsere Struktur komplett weggeschmissen“, fand Zaletel klare Worte. Immer wenn die SG sich gerade wieder an zwei Tore herangerobbt hatte, lieferten die Havixbecker eine passende Antwort. Am Ende leuchtete ein 36:29 für die Hausherren auf der Anzeigetafel.

Ein Routinier, der die Jungs wieder zurück in die Spur bringt, hätte dem Match möglicherweise noch eine Wende zugunsten der SG gegeben, mutmaßte Zaletel. Der stellte außerdem fest: „Wir haben eine super junge Mannschaft. Dass Täler kommen würden, war klar. Dass wir aber so auseinanderfallen, hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, wir sind gefestigter.“

SGH Ibbenbüren: Peters, Kühne, Heitjan – Benker (7 Tore), Dorn, Landau (je 5), Lang (5/davon 4 Siebenmeter), Winter (3), J. Guhe (2), C. Guhe, Müller (je 1), Aust, Kamp, Raczynski.

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Verbandsliga Damen – SGH Ibbenbüren – TuS Bielefeld/Jöllenbeck II

Dieser Heimsieg wurde der Mannschaft von Kai-Uwe Cramer keineswegs geschenkt. Denn auch die Gäste wollten den ersten Sieg der Saison einfahren. Das zeigten sie auch. War das Geschehen zunächst ausgeglichen – 5:5 nach 16 Minuten – schnappten sich die Ostwestfalen mit 9:6 die erste Drei-Tore-Führung der Partie (22.). Angeführt von einer starken Annika Gebauer, die mit neun Toren beste Werferin war, gingen die SG-Damen vor der Pause doch noch mit 11:10 in Front.

Greta Hardebeck (in Gelb) und die SGH Ibbenbüren durften sich über einen 25:21-Sieg freuen. | Foto: Tizian Hohnhorst

Wirklich abschütteln ließen sich die TuSlerinnen nicht. Auch nicht nach der ersten Drei-Tore-Führung der SGH (40.). Erst ein 4:0-Lauf der Gastgeberinnen stellte die Weichen endgültig auf Sieg. Denn dann führte Cramers Team 20:14 (50.). Diese Führung brachte die SG zum 25:21-Heimsieg über die Ziellinie.

SGH Ibbenbüren: A. Gebauer (10 Tore/davon 4 Siebenmeter), L. Gebauer (5), Landau (3), Wiermann (2), Windoffer, Brauer, Ahmann, Niehoff, Ostendorf (je 1), Hagemann, Wiethölter, Wehmeier, Hardebeck, Bretz.

Zu den Damen


Artikel geschrieben von Oliver Wilmer
In der IVZ erschienen am Sonntag, 27.09.2026