Männer drehen Partie in der Schlussphase

14. Oktober 2026

Erfolgreicher SGH-Tag

Die SGH Ibbenbüren hat in der Handball-Verbandsliga ein packendes Spiel gegen den VfL Gladbeck knapp für sich entschieden. Auch die Frauenmannschaft feierte einen deutlichen Sieg und verbesserte sich in der Tabelle.

Gerold Lang (l.) und Tom Eilers liefen mit der SGH am Samstag gegen VfL Gladbeck lange einem Rückstand hinterher, ehe sie in der Schlussphase das Spiel drehten und doch noch einen Sieg feierten. | Foto: Jörg Wahlbrink

Eigentlich war das Spiel schon fast verloren. Fünfeinhalb Minuten vor dem Abpfiff der Verbandsliga-Partie gegen VfL Gladbeck lagen die Handballer der SGH Ibbenbüren mit zwei Toren hinten (27:29), drei Minuten vor Ende mit einem (29:30) bei Ballbesitz für die Gäste. Doch mit einem bemerkenswerten Schlussspurt nach einer Auszeit von Trainer Sascha Zaletel drehte die SGH doch noch den Spieß um. Fabian Winter und Jost Guhe trafen ins Schwarze, die restliche Spielzeit überstanden die Hausherren schadlos und feierten einen nicht mehr für möglich gehaltenen 31:30 (16:16)-Sieg.

Da zuvor auch die Frauen mit 36:25 (16:10) gegen SG Handball Detmold gewonnen hatten, durfte die Ibbenbürener SGH auf einen rundum erfolgreichen Tag zurückblicken

Frauen-Verbandsliga: SGH Ibbenbüren – SGH Detmold 36:25

Der Start war behäbig. 0:2 lagen die Frauen der SGH Ibbenbüren hinten, ehe sie richtig ins Spiel fanden und in der Folge nie einen Zweifel daran ließen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Sie erkämpften sich die Führung und bauten diese mit zunehmender Dauer kontinuierlich aus. Dabei wussten Abwehr und Angriff gleichermaßen zu überzeugen. Trainer Kai-Uwe Cramer zeigte sich von der Leistung seiner Mannschaft angetan. Zur Pause hieß es bereits 16:10. Die Überlegenheit setzte sich im zweiten Durchgang fort. Alle Akteurinnen bekamen ausreichend Anteile, der Spielfluss litt aber nicht darunter. Am Ende hieß es 36:25, wobei ein deutlicheres Ergebnis auch möglich gewesen wäre.

In der Tabelle haben die Ibbenbürener Frauen die SGH Detmold damit überholt und kletterten nach dem zweiten Saisonsieg auf den sechsten Rang.

SGH Ibbenbüren: Wehmeier, Noetzel – Hagemann (2), A. Gebauer (9), Wiethölter (1), Menger (1), Brauer (5), Ahmann (2), Niehoff (3), Strootmann, L. Gebauer (6), Wiermann (2), Landau (5), Koralewski.

Zu den Damen


Verbandsliga Männer: SGH Ibbenbüren – VfL Gladbeck 31:30

Trainer Sascha Zaletel musste nach dem Abpfiff kräftig durchpusten. Vieles hat ihm nicht gefallen, an die Leistung der vorangegangenen Heimspiele reichte seine Mannschaft so gut wie gar nicht heran. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen spiel- und kampfstarken Gegner, der uns alles abverlangte“, fasste er die 60 Minuten zusammen. „Dabei haben wir über weite Strecken kopflos und an einigen Stellen auch zu wild gespielt. Letztlich konnten wir uns am Ende über Emotionen und Mentalität zurückkämpfen und das Spiel drehen. Was bleibt, sind zwei Punkte, und über die freuen wir uns erstmal.“

Die SGH ging zwar schnell in Führung, machte sich das Leben dann aber selbst schwer. „In der Abwehr agierten wir erneut zu offensiv und zu wenig als Abwehrverband. Wir bekamen es nicht hin, die Angriffe des Gegners zu unterbinden, sondern ließen immer noch einen weiteren Pass zu, so dass Gladbeck immer wieder zu recht freien Abschlüssen kam“, erklärte Zaletel. In der Folge lief die SGH durchweg einem Rückstand hinterher. Quasi erst mit dem Halbzeitpfiff gelang der 16:16-Gleichstand.

Hatten die Ibbenbürener bis dahin schon jegliche Struktur im Angriff vermissen lassen oder waren am starken Gladbecker Tormann gescheitert, setzte sich das auch nach dem Seitenwechsel fort. Bis Mitte des Durchgangs liefen sie ständig einem Rückstand hinterher, um dann in Folge eines kurzen Zwischenhochs eine Führung zu erkämpfen (25:24). Für die nötige Sicherheit sorgte das aber nicht. Schnell sahen sich die Hausherren wieder im Hintertreffen.

Dann allerdings bewies die SGH Moral. Als Verlierer wollte sie das Feld nicht verlassen. In der Abwehr griffig und kompakt stehen mit einem starken Linus Kühne im Tor fand auch der Angriff zum genau richtigen Zeitpunkt seine Treffsicherheit wieder. So reichte es doch noch zum viel umjubelten knappen Sieg gegen den VfL Gladbeck.

SGH Ibbenbüren: Peters, Kühne, Heitjan – Winter (6), Eilers (5), Landau (1), Dorn (1), Ratert (1), C. Guhe (1), Benker, J. Guhe (7), Kamp (1), Müller, Lang (7), Franck (1), Racynski

Zu den Herren


Artikel geschrieben von Alfred Stegemann
In der IVZ erschienen am Sonntag, 11.10.2026