Starker Endspurt und Moral sorgen für einen Punkt

17. September 2026

SGH Ibbenbüren Damen belohnen sich

Der erste Verbandsliga-Spieltag hat der SGH Ibbenbüren gleich ein Signal gegeben: In dieser Liga kann das Team mithalten. Gegen den VfL Herford wird aus einem Fünf-Tore-Rückstand noch ein 25:25 zum Auftakt.

Lisanne Brauer erzielte den 25:25-Ausgleich für die SGH-Damen im ersten Saisonspiel am Samstag. | Foto: Kai-Uwe Walhorn

Die erste Damenmannschaft der SGH Ibbenbüren hat schon am ersten Verbandsligaspieltag bewiesen, dass sie Moral besitzt. Nachdem die Mannschaft von Kai-Uwe Cramer gegen den VfL Herford das Spiel aus der Hand zu geben drohte, kämpfte sie sich kurz vor Schluss zurück und belohnte sich beim 25:25 noch mit einem Punkt. „Das war ein Punktgewinn für uns, muss man ganz ehrlich sagen“, zeigt sich der Coach glücklich über den Endspurt seiner Mannschaft.

Angefangen hatte alles auf Augenhöhe. Maximal ein Tor Abstand und immer wieder wechselnde Führungen prägten die ersten 20 Minuten. „In den letzten zehn Minuten vor der Halbzeit haben wir das Spiel dann aus der Hand gegeben“, ärgert sich Cramer und führt aus: „Es gab unkonzentrierte Pässe, unmotivierte Würfe, die nicht hätten sein müssen, und es war keine Bewegung mehr drin. Damit kam der Gegner besser ins Spiel.“ Aus einem 10:10 wurde binnen kurzer Zeit ein 13:16-Pausenstand.

In der Halbzeit nahm der Trainer entscheidende Umstellungen vor, die am Ende Wirkung zeigten. „Wir haben die Deckung an die Sechs-Meter-Linie zurückgezogen“, schildert Cramer seine Anpassungen. Aus der defensiveren Grundordnung heraus sollte sein Team aggressiver in die Eins-gegen-eins-Duelle gehen. Zunächst musste die SGH aber weiter einem Rückstand hinterherlaufen und lag zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren zurück. Ab der 39. Minute begann jedoch die Aufholjagd.

Tor um Tor arbeitete sich die SGH zurück in die Partie. In den letzten fünf Minuten war dann Crunch-Time angesagt. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team noch mit 22:25 zurück. „Diese Mannschaft ist immer eine Wundertüte. Wenn wir hoffnungslos hinten liegen, zeigen wir, dass wir doch noch Handball spielen können“, sagt der SGH-Trainer. Am Ende reichte es: Lisanne Brauer sorgte mit ihrem fünften Treffer für den 25:25-Ausgleich.

„Wir haben auf jeden Fall gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können und die Chance haben, mehr Spiele zu gewinnen als in der Vorsaison“, lautet Cramers erstes kleines Fazit. Gleichzeitig freut er sich über die Moral seiner Mannschaft: „Gott sei Dank haben wir uns belohnt. Es war ganz wichtig, aus diesem Rückstand noch einen Punkt zu holen.“

SGH Ibbenbüren: Hagemann (2), Windoffer, A. Gebauer. Wiethölter, Brauer (5), Ahmann (5), Wehmeier, Hardebeck (1), L. Gebauer, Wiermann (3), Ostendorf (3), Landau (6), Bretz, Noetzel.


Zu den Damen

Artikel geschrieben von Tizian Hohnhorst
In der IVZ erschienen am Sonntag, 13.09.2026

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