SGH: Stimmen zum Spitzenspiel
Beim Duell zweier Topteams der Verbandsliga war bis in die Schlussminuten alles offen – am Ende entschied eine starke Abwehrleistung das Spiel. Die Stimmen der Beteiligten zeichnen ein vielschichtiges Bild der Partie.

Die Handballer der SGH Ibbenbüren haben das Spitzenspiel der Verbandsliga beim SVH Westerholt mit 25:26 verloren. Damit sind die direkten Titelchancen dahin. Die SGH muss nun auf einen Ausrutscher von Westerholt in dessen beiden letzten Spielen hoffen. Die Stimmen zum Spitzenspiel.
Maik König, Trainer der SGH Ibbenbüren: „Die Mannschaft hat gut gekämpft, hat nie aufgegeben und auch bei dem Rückstand in der Endphase bis zuletzt alles rausgehauen. Leider hat unser Angriffsspiel in der zweiten Halbzeit nicht mehr so geklappt, wie wir uns das gewünscht haben. Im ersten Durchgang haben wir richtig gut getroffen. Dann war unsere Chancenverwertung nicht mehr so gut, dabei war das Spiel insgesamt ähnlich wie im ersten Durchgang. Das ist natürlich ärgerlich. Jetzt müssen wir auf einen Ausrutscher von Westerholt hoffen und unser Spiel am Samstag gegen Dolberg gewinnen.“
Marc Rode, Trainer des SVH Westerholt: „Es war ein Fifty-Fifty-Spiel, das zu beiden Seiten hätte ausschlagen können. Dennoch haben wir unterm Strich verdient gewonnen. Die Zuschauer haben uns mit ihrem tollen Support zum Sieg getragen. Die Kulisse war absolut spitzenspielwürdig. Zu Beginn hatten wir Probleme, sind mit dem Ibbenbürener Tempo-Spiel nicht so klargekommen. Uns hat geholfen, dass wir es geschafft haben, Magnus Aust aus dem Spiel zu nehmen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf unserer Lieblingsseite gespielt und haben die Partie gedreht, das auch dank einer überragenden Abwehr- und Torwart-Leistung.“
Philip Feldhege, Rückraumspieler der SVH Westerholt: „Es war ein enges Spiel, beide Mannschaften hätten gewinnen können, es auch verdient gehabt. Letztlich hat uns das Publikum zum Sieg getragen. Diese unfassbare Unterstützung hat uns richtig gepusht.“
Fabian Winter, SGH Ibbenbüren: „Ich weiß nicht, was los war. Die erste Halbzeit war richtig stark von uns. Im zweiten Durchgang haben wir einfach nicht mehr getroffen. So war der Vorsprung schnell weg. Uns hat sicher auch das Quäntchen Glück gefehlt. Dann sind wir wohl auch ein wenig hektisch geworden, und es hat nicht mehr viel funktioniert.“
Till Dorn, SGH Ibbenbüren: „Wir haben das Spiel ganz klar im zweiten Durchgang verloren. Wir haben uns viele und gute Chancen herausgearbeitet, hatten vor allem genauso viele Chancen wie vor dem Seitenwechsel, haben dann aber den Torwart von Westerholt warmgeschossen und ihn zum Mann des Spiels werden lassen.“
Artikel geschrieben von Alfred Stegemann
In der IVZ erschienen am Sonntag, 26.04.2026

