Verstärkung aus der Jugendbundesliga für die SGH

18. Juli 2026

Handball-Herren in der Vorbereitung

Die SGH Ibbenbüren bereitet sich seit zwei Wochen mit neuem Trainerteam auf die kommende Verbandsliga-Saison vor. Drei Neuzugänge aus Emsdetten bringen frische Impulse und verstärken den Kader gezielt.

Die SGH-Herren begrüßen gleich drei ehemalige Jugendspieler vom TV Emsdetten in ihren Reihen: (v.l.) Finn Franck, Jonathan Kamp, sportlicher Leiter Hendrik Peters und Florian Benker. | Foto: SGH Ibbenbüren

Die Verbandsliga-Handballer der SGH Ibbenbüren sind seit zwei Wochen in der Vorbereitung für die kommende Saison. Chef-Coach Sascha Zaletel führt die Ibbenbürener in die neue Spielzeit. Ihn verstärken seine Frau Isabell Zaletel und Gerrit Glasmeyer als Co-Trainer. Beide sind generell für alles verantwortlich, von Einheit zu Einheit setzen sie aber unterschiedliche Schwerpunkte. Aber nicht nur auf der Trainerbank hat sich etwas zur vergangenen Saison verändert.

„Unser Ziel war es, den Kader im Vergleich zur letzten Saison breiter aufzustellen und jungen, hungrigen Spielern eine Perspektive für ihren Schritt in den Seniorenhandball zu ermöglichen“, erklärt SGH-Trainer Sascha Zaletel. „Zu Beginn der Saisonvorbereitung können wir nun gleich drei neue Spieler begrüßen. Alle drei sind in der letzten Saison in der Jugendbundesliga für den TV Emsdetten aufgelaufen und haben dort einen herausragenden dritten Tabellenplatz in der Abschlusstabelle erreicht.“ In offenen, konstruktiven Gesprächen, hätten sie alle drei Jungs von ihrer Idee und Vision überzeugen können. Einen großen Anteil daran hatte der sportliche Leiter Hendrik Peters.

Die junge Verstärkung

Der gebürtige Saerbecker Finn Franck kann sowohl die linke, als auch die rechte Außenbahn beackern und bringt eine enorme Schnelligkeit mit, die die SGH vor allem im Gegenstoßspiel noch flexibler machen soll. Franck habe vor vierzehn Jahren in Emsdetten mit dem Handball begonnen und eine gute Ausbildung genossen. „Er wird sich in den nächsten Jahren zu einem guten Seniorenspieler entwickeln und für die Zukunft eine große Bereicherung für unser Team sein“, so Zaletel.

Mit Jonathan Kamp bekommen die Ibbenbürener nicht nur einen körperlich präsenten Kreisläufer dazu, sondern auch einen Abwehrspieler, der perspektivisch auf einer zentralen Position verteidigen wird. Kamp sei ein wahrer Arbeiter, der immer mit einer herausragenden Einstellung in die Halle komme. „Mich hat die offene und familiäre Art dieser jungen Mannschaft schon bei der ersten Begegnung so fasziniert, dass ich bei diesem Verein meine ganze Leidenschaft zum Handball auf den Platz bringen werde“, sagt Jonathan Kamp.

Auf der Linksaußenposition ist Florian Benker beheimatet. Benker sei ein Zocker, der immer wieder überraschende Aspekte ins Spiel bringe. „Ich bin nach Ibbenbüren gekommen, weil ich hier die Möglichkeit sehe, mich persönlich und sportlich weiterzuentwickeln. Ich freue mich darauf, Teil dieser sehr ambitionierten und einfach netten Mannschaft zu sein“, heißt es vom Linksaußen. Bei ihm gibt es aktuell noch die Einschränkung, dass er seinen Studienplatz in Münster nicht sicher hat.

„Alle drei Emsdettener sind technisch ausgezeichnet ausgebildet und werden ihren Weg im Seniorenbereich gehen. Wir freuen uns sehr, dass wir die Jungs am Anfang ihrer Seniorenspielzeit begleiten und weiter ausbilden dürfen“, blickt Sascha Zaletel zuversichtlich auf die nächsten Monate mit den Neuzugängen.

Neuer Trainer, neue Ideen

In den ersten Trainingseinheiten wurden alte Strukturen aufgebrochen und neue Ideen vom Trainerteam eingebracht: „Unser Schwerpunkt sind gerade die Auslöserhandlungen, wir wollen uns bei den Lauf- und Passwegen breiter und flexibler aufstellen“, eröffnet der Coach. „Leider haben wir gerade acht Verletzte, die mitunter auch längerfristig ausfallen, was gerade jetzt super ungünstig ist.“ Dennoch seien fast alle in der Halle und würden zumindest theoretisch mitarbeiten.

Dem SGH-Trainer stehen viele junge Spieler zur Verfügung. „Ich erwarte, dass sie alle einen großen Schritt machen, in der Deckung, wie auch im Angriff, in allen Bereichen“, sieht Sascha Zaletel auch viel Potenzial in seinem Team. Nach 25 Jahren im Damen-Handball hat der Übungsleiter auch klare Spielideen. „Die Stimmung im Training ist gut. Wir als neues Trainerteam wurden großartig von den Jungs aufgenommen und fühlen uns sehr wohl“, bestätigt Zaletel das positive Miteinander. In den nächsten Wochen will sich das Team noch besser kennenlernen und weiter an der Leistung schrauben, die dann in Testspielen geprüft wird.


Zu den Herren

Artikel geschrieben von Bernd Kolkmann
In der IVZ erschienen am Donnerstag, 16.07.2026