SGH macht kurzen Prozess mit der HSG

28. Januar 2026

Erneuter klarer Derbysieg

Ein frühes Ausrufezeichen, ein starker Auftritt und eine kaum gefährdete Führung: Das Derby zwischen Kattenvenne/Lengerich und Ibbenbüren bot Spannung – und zeigte klare Unterschiede.

SGH-Kreisläufer Tom Eilers (am Ball), hier im HSG-Sandwich zwischen Mario Postert (Nr. 2) und Ole Krimphoff (l.), setzte sich oft genug gegen die HSG-Abwehr durch. | Foto: Jörg Wahlbrink

Wie im Hinspiel (37:24) feierten die Handball-Herren der SGH Ibbenbüren auch im Rückspiel des Verbandsliga-Derbys einen klaren Erfolg gegen die HSG Kattenvenne/Lengerich. Am Sonntagnachmittag setzten sich die Gäste in der Dreifachhalle in Lengerich mit 36:27 (21:9) durch. Dabei war der Erfolg der Ibbenbürener, die nun wieder an Spitzenreiter SV Westerholt dran sind, nie wirklich gefährdet. Die HSG dagegen rückt nach der vierten Pleite in Folge der Abstiegsregion immer näher.

Die Hausherren sind zu spät aufgewacht, konnten die Hypothek mit dem klaren Rückstand zur Pause nicht mehr wettmachen. Es spricht für die Moral der HSG, dass sie sich nie aufgegeben und die zweiten 60 Minuten sogar mit 18:16 gewonnen hat. Die Aufholjagd reichte aber letztlich nicht mehr.

Gäste-Coach Maik König freute sich: „Wir sind unserer Favoritenrolle vollauf gerecht geworden. Die erste Halbzeit war super. Da haben wir genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, haben vor allem gut in der Abwehr gestanden. Zur roten Karte muss ich sagen, dass es für mich keine war. Es war eine gute Mannschaftsleistung, wenn es auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr so rund lief.“ Für Maik König war es fast eine Art nach Hause kommen, war er doch vor einigen Jahren lange Zeit Trainer in Lengerich.

Schwer enttäuscht war auf der anderen Seite HSG-Trainer Veit Kämper: „Das Spiel hat die Tabellensituation eins zu eins wiedergegeben. Ibbenbüren war die bessere Mannschaft, vor allem in der ersten Halbzeit. Die zweite war dann sehr positiv aus unserer Sicht. Aber vor dem Seitenwechsel war das ein Kollektivschlaf von uns. Da haben wir nichts auf die Platte bekommen.“

Die Partie hatte alles andere als verheißungsvoll für die Gäste begonnen. Nach einem harten Einsteigen gegen Marek Peters sah Maik Menger in der fünften Minute bereits die rote Karte und musste fortan zuschauen. Das schwächte die SGH Ibbenbüren aber nicht wirklich. Verlief die Anfangsphase aufgrund guter Deckungsreihen noch recht ausgeglichen, setzte sich danach die Dominanz der Crew um Trainer Maik König immer mehr ab. Als das Team aus Kattenvenne und Lengerich dann neun Minuten torlos blieb zog die HSG vor allem dank der nicht zu bremsenden Fabian Winter und Magnus Aust davon und lag zur Pause mit elf Treffern vorne (21:9.)

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Zwar traten die Hausherren nun aggressiver auf und schafften es häufiger, ihr Tempospiel durchzubringen, die Gäste blieben aber Herr im Haus. Geringer als sieben Treffer war der Vorsprung nie. So steuerten die Ibbenbürener einen im Prinzip nie gefährdeten Sieg entgegen.

SG Handball Ibbenbüren: H. Peters, Kühne – Albers (5), M. Menger (1), Eilers (5), Dorn (5), Heinze (5), C. Guhe, Winter (3), Aust (9), Müller (3), Lang, Raczynski.


Zur Mannschaft

Artikel geschrieben von Alfred Stegemann · Bernd Kolkmann
In der IVZ erschienen am Sonntag, 25.01.2026