C-Mädchen krönen sich nach Aufholjagd zum Meister

11. März 2026

34:33-Krimi gegen TV Verl

Die C-Juniorinnen der SG Handball Ibbenbüren sind Oberliga-Meister. Die Mannschaft von Sascha Zaletel setzte sich im entscheidenden Spiel hauchzart 34:33 gegen den TV Verl durch und stieß den Primus damit am letzten Spieltag vom Thron.

In einem dramatischen Endspiel gegen den TV Verl setzten sich die C-Mädchen der SGH Ibbenbüren am Ende mit 34:33 durch und wurden damit zum Oberligameister. | Foto: Zaletel

Nach der 20:43-Niederlage der SGH gegen den TV Verl vor anderthalb Wochen, startete die SGH das Spiel ohne Kreisläuferin, dafür mit vier Rückraumspielerinnen, was sie in nur drei Trainingseinheiten einstudiert hatten. Dennoch funktionierte der Überraschungseffekt. Zwar lag die SGH schnell 0:2 zurück, es entwickelte sich aber ein tolles Spiel auf Augenhöhe. Zaletels Team hatte in der Deckung große Mühe mit den beiden Kreisläuferinnen, die der TV Verl aufbot. Offensiv erarbeiteten sich die Ibbenbürenerinnen aber durch ihre Dynamik immer wieder klare Torchancen. Ab der fünfzehnten Minute verließ die SGH das Wurfglück, gleichzeitig verteidigte sie „zu wenig intensiv“, so Sascha Zaletel. In den letzten zehn Minuten setzte sich der TV Verl mit 21:13 ab..

Direkt nach der Pause kassierten die Gastgeberinnen zwei weitere Gegentore, das Spiel schien entschieden. „Wir haben eine Auszeit genommen und die Abwehr grundlegend auf eine individuelle Zuordnung verändert.“ Der taktische Kniff saß. Nun begannen die SG-Mädchen ihre Aufholjagd. Immer wieder setzten sie Nadelstiche, indem sie hinten Bälle abfingen und über das Tempospiel einfache Tore erzielten.

Sechs Minuten vor dem Ende lagen Zaletels Team immer noch mit 27:31 zurück. „Hinten haben wir kaum noch etwas zugelassen und unfassbar bissig und emotional verteidigt“, sagte der Coach. „Durch die immer körperbetonteren Zweikämpfe konnte man förmlich spüren, wie der Gegner vor allem in der Abwehr immer mehr Probleme bekam“, sah Zaletel, wie die SG-Mädchen vier Tore in Folge warfen und auf 31:31 stellten. Das Spiel drohte komplett zu kippen. Bei 49:00 Minuten ging die SGH 33:32 in Führung, kassierte aber im direkten Gegenzug den Ausgleich. Fünfzehn Sekunden vor dem Ende gab es einen Siebenmeter, den Neele Zaletel souverän verwandelte. Nach einer letzten Auszeit, viel Engagement und einer Portion Spielglück brachten die C-Mädchen das Ergebnis über die Ziellinie und gewannen völlig überraschend mit 34:33.

„Was die Mädels in die Halle gezaubert haben, war beeindruckend. Sie haben alles auf der Platte gelassen, wurden von gut 200 Zuschauern am Ende frenetisch angefeuert und sich diesen Erfolg in herausragender Manier erkämpft“, war Zaletel voll des Lobes und ergänzte: „Ich bin schon lange Trainer, aber einen Zehn-Tore-Rückstand in einem so entscheidenden Spiel aufzuholen, habe ich bis heute nicht direkt miterleben dürfen. Was ein verrücktes Spiel, was eine unglaubliche Aufholjagd, was ein wahnsinniges Meisterschaftsfinale.“

SGH Ibbenbüren: Wiethölter, Zaletel, Hitschfeld (je 6 Tore), Tegeder (5), Sand (4), Ullrich (3), Postmeyer (2), Landau, Meier (je 1), Friesen, Schmitz.


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