Aufstiegschance für SGH bleibt
Die SGH Ibbenbüren beendet die Saison mit einem deutlichen Heimsieg – doch das große Warten auf die Entscheidung um die Meisterschaft geht weiter. Verabschiedungen von Trainern und Spielern gab es dennoch.

Die Handball-Männer der SGH Ibbenbüren haben ihre Hausaufgaben gemacht. Nach der bitteren Niederlage in der Vorwoche im Spitzenspiel beim SV Handball Westerholt haben sie am Samstag ihr letztes Saisonspiel gegen Eintracht Dormagen souverän mit 38:29 gewonnen. Die Hoffnungen, dass Westerholt patzen könnte, haben sich nicht bestätigt. Der Club aus Herten hat sein Auswärtsspiel am Samstagabend bei Teutonia Riemke mit 30:26 gewonnen.
Nun heißt es warten. Während die Saison für die SGH bereits beendet ist, muss Westerholt am kommenden Samstag daheim gegen Vowärts Gronau noch einmal ran und kann mit einem Sieg an der noch führenden SGH vorbeiziehen und die Meisterschaft perfekt machen. „Das werden sie sich auch nicht mehr nehmen lassen. Westerholt wird gegen Gronau gewinnen“, ist sich Ibbenbürens Trainer Maik König sicher.
Für ihn wie für die Co-Trainer Patrick Möllenkamp und Nils Timmerhindrik sowie Physio Matthias Sloot war das letzte Saisonspiel gleichzeitig auch das Ende ihres Trainerdaseins. Alle vier wurden nach dem Spiel gebührend verabschiedet. Gleiches gilt für Rechtsaußen Lucas Heinze. Den zieht es beruflich nach Düsseldorf, wo er sich auch einem Verein anschließen möchte. Per Doppelspielrecht hofft er aber, gelegentlich auch noch für seinen Stammverein auflaufen zu können.
An Bord bleiben alle aber bis zum letzten Ballwechsel. Und den könnte es erst am 31. Mai geben. Sollte die SGH tatsächlich hinter Westerholt als Zweiter einlaufen, bestreitet sie die Relegationsrunde mit den beiden Zweitplatzierten der anderen Verbandsliga-Staffeln um den letzten freien Platz in der Oberliga. „Diese Chance wollen wir nutzen“, macht Maik König deutlich. „Ein Aufstieg wäre ein mehr als versöhnlicher Abschluss für uns.“
Mit einem nie gefährdeten Sieg gegen Dolberg hat die Mannschaft die reguläre Saison beendet. Nach verhaltenem Start fand die SGH ihre Linie, setzte die Vorgaben des Trainers um und nutzte die Chancen. Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem Schaulaufen. Dolberg leistete kaum noch Gegenwehr und lud die SGH förmlich zum Torwerfen ein. Die Gastgeber sagten „Danke“, boten dem Publikum noch einige Schmankerl und ließen die Saison locker ausklingen.
Weiter geht es mit dem ersten Relegationsauswärtsspiel am 23. Mai. Der Gegner steht noch nicht fest. Am 31. Mai kommt dann die SG Bünde-Dünne zum alles entscheidenden Aufstiegsspiel in die Halle Ost. Es sei denn, SV Handball-Westerholt patzt gegen Gronau doch noch, und die SGH feiert die Meisterschaft. Dann müsste Bünde-Dünne Ende Mai nach Westerholt reisen.
SGH Ibbenbüren: Peters, Kühne, Heitjan – M. Menger, Eilers (2), Dorn (2), Heinze (3), C. Guhe (3), Winter (6), Albers (1), Aust (14), Müller (2), Lang (3), Raczynski (2)
Artikel geschrieben von Alfred Stegemann
In der IVZ erschienen am Sonntag, 03.05.2026

