SGH-Herren verlieren den Auftakt
Die SGH Ibbenbüren hat das erste Relegationsspiel zur Oberliga in Bünde verloren. Trotz starker erster Halbzeit reichte es am Ende nicht – nun ist die Mannschaft auf Schützenhilfe angewiesen.

Enttäuscht kehren die Verbandsliga-Handballer der SGH Ibbenbüren vom Auswärtsspiel gegen die SG Bünde-Dünne zurück. Hatten sie zur Halbzeit noch vorn gelegen, so ist die Niederlage umso bitterer. Mit 32:27 gewannen die Hausherren aus Bünde und Dünne gegen die Ibbenbürener im ersten Spiel der Aufstiegsrelegation zur Oberliga.
Zunächst begann das Spiel ausgeglichen und alle Angriffsbemühungen fruchteten. Nach elf Minuten setzten sich die Ibbenbürener leicht ab und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf 15:11 aus. Bis hierhin war es ein sehr gutes Spiel der SGH. Ibbenbürens Torhüter Linus Kühne parierte gut und trug sich selbst auf der Torschützenliste ein. „Es war eine richtig gute erste Hälfte von uns. Wir hatten Maik Menger auf der Platte, der in die Abwehr richtig viel Stabilität brachte. Aber nach vier Angriffen ging nichts mehr bei ihm“, erklärte SGH-Coach Maik König. „Er hat uns besonders in der zweiten Hälfte gefehlt.“
„Wir haben unsere Chancen nicht mehr genutzt. Uns fehlte die Durchschlagskraft.“
SGH-Trainer Maik König
Doch in der zweiten Hälfte erlaubten die Gäste dem Gastgeber aus Bünde und Dünne mehrfach Comebacks. Zuerst ein Vier-Tore-Lauf von der 33. bis zur 36. Minute, was zum 16:16-Ausgleich führte. Von der 41. bis zur 43. Minute erneut ein Vier-Tore-Lauf der Hausherren (22:21-Führung). Fast zehn Minuten später schaffte die SG wieder vier Treffer hintereinander (27:25-Führung). Dies führte dazu, dass die SGH Ibbenbüren in Manndeckung die letzten Minuten bestreiten musste, um den Zwei-Tore-Vorsprung wieder wettzumachen. Und dann klingelte es erneut viermal im SGH-Kasten. „Wir sind ein höheres Risiko gegangen mit der offenen Manndeckung. Das hat am Anfang geklappt und wir sind mit einem Tor herangekommen“, so Trainer Maik König. „Und dann hat es nicht mehr geklappt.“
Diese „erlaubten“ Comebacks kamen zustande, weil die SGH-Herren in der zweiten Hälfte immer wieder große Probleme hatten, den Torwart von Bünde-Dünne zu schlagen. Dazu nutzte der Gegner Tempogegenstöße, um schnell leichte Tore zu erzielen. „Wir haben unsere Chancen nicht mehr genutzt. Uns fehlte die Durchschlagskraft“, analysierte König. „Aber wir haben auch zu viele technische Fehler gehabt.“
Das deutliche Ergebnis am Ende spiegelt nicht wider, wie spannend und eng die Partie zwischen den beiden Teams war. „Das war am Ende dann zu hoch“, blickt der SGH-Coach enttäuscht auf die vergebene Möglichkeit zurück. „Die Jungs sind natürlich frustriert.“ Nun gelte es, die Lehre aus dem Spiel zu ziehen. „Wir müssen konzentrierter im Abschluss sein und sicherer im Zuspiel, das müssen wir lernen und unsere jungen Spieler müssen daran wachsen“, gilt der Fokus jetzt dem zweiten Spiel und der Zukunft.
Um aufzusteigen, muss die SGH gegen RSV Altenbögge-Bönen nächsten Sonntag gewinnen, und dann hoffen, dass der RSV danach Bünde-Dünne mit einem deutlichen Ergebnis schlägt. Die SGH-Herren haben den Aufstieg nun nicht mehr selbst in der Hand.
SGH Ibbenbüren: Peters, Kühne (1) – Albers (4), M. Menger, Eilers (5), Dorn (4), Ratert, Heinze, C. Guhe (4), Winter (1), Aust (6), Müller, Lang (2), Raczynski, Brockmeyer.
Artikel geschrieben von Bernd Kolkmann
In der IVZ erschienen am Sonntag, 24.05.2026

