„Drei brettharte Spiele“ kommen auf die C-Mädels zu

27. Februar 2026

Entscheidende Phase für SGH

Die C-Juniorinnen der SGH Ibbenbüren haben in der Oberliga bisher alle Spiele gewonnen. Nun stehen entscheidende Duelle gegen den TV Verl an, die über die Meisterschaft mitentscheiden.

Johanna Meier (am Ball) und die C-Juniorinnen der SGH Ibbenbüren stehen mit dem Auswärtsspiel gegen TV Verl vor einer hohen Hürde. Doch ein Erfolg würde sie der Meisterschaft näherbringen. | Foto: Zaletel

Die Handballerinnen der C-Jugend der SGH Ibbenbüren sind in der Oberliga noch ohne Punktverlust. Alle elf Partien der laufenden Saison wurden gewonnen. Am Mittwoch (18.45 Uhr) treffen die SGH-Mädchen dann auf den TV Verl, der mit einem Unentschieden und neun Siegen auf Rang zwei weilt.

Die SGH Ibbenbüren und der TV Verl treffen in den letzten drei Saisonspielen gleich zweimal aufeinander und machen den Meister unter sich aus. „Wir hätten am Anfang des Jahres eigentlich gegen den TV Verl spielen sollen, aber aufgrund des starken Schneefalls mussten wir damals kurzfristig absagen“, erklärt der SGH-Coach Sascha Zaletel. „Es gab in dieser Saison viele Verlegungsanträge, deshalb müssen wir oft unter der Woche und erst jetzt gegen den Zweiten spielen.“ Die Spieltage seien in dieser Saison sehr ungewöhnlich und undankbar.

Duell Erster gegen Zweiter

Der TV Verl sei der Favorit in den zwei Begegnungen, was auch am Kader liege: „Wir haben vier bis sechs Auswahlspielerinnen, Verl hat überwiegend Auswahlspielerinnen. In der Kaderqualität sind sie besser aufgestellt.“ Dazu komme, dass Verl seit drei Jahren mit Harz spiele, die Ibbenbürener Jugend spiele ohne Harz. Damit sei das Hinspiel in Verl auch eine Kopfsache, sich auf Harz einzustellen. „Wir wollen in Verl gut performen, damit wir sie im Rückspiel ärgern können. Aber dazwischen müssen wir noch nach Bielefeld, das werden drei brettharte Spiele“, weiß Sascha Zaletel, welche Hürden auf sein Team zukommen. „Wenn wir davon zwei gewinnen, sind das gute Spieltage.“

„Ich würde mir wünschen, dass wir am letzten Spieltag zu Hause ein Endspiel haben.“

SGH-Coach Sascha Zaletel

In der vergangenen Saison, in der sie bereits Oberligameister wurde, holte die SGH Ibbenbüren 13 Siege bei einer Niederlage. „Wir schauen aber mehr auf die Qualifikationsvorbereitung an Ostern. Die erneute Oberligaqualifikation ist für die Mädels wichtiger für die Entwicklung als die Oberligameisterschaft“, eröffnet der SGH-Trainer. „In dieser Saison gibt es 30 überkreisliche Mannschaften in Westfalen, in der nächsten Saison wird es nur noch 18 Plätze geben. Das wird ein Hauen und Stechen.“ Ein Ausscheiden aus den überkreislichen Ligen wäre ein „Worst-Case-Szenario“.

Aber werden die SGH-Mädchen dennoch Oberligameister? „Ich würde mich für die Mädels freuen, aber das ist kein Selbstläufer. Es wird viel von der Tagesform und der körperlichen Gesundheit abhängen“, will Trainer Zaletel keinen Druck aufkommen lassen. „Verl ist Favorit und eine große Herausforderung. Ich würde mir wünschen, dass wir am letzten Spieltag zu Hause ein Endspiel haben und die Hütte vollbekommen für die C-Jugend.“

Spielstil der SGH

„Wir kommen viel aus dem Tempo heraus zu schnellen Abschlüssen und treffen daher auch oft, aber wir kassieren auch viele Gegentore, da der Gegner mehr Ballbesitz und Positionsspiel hat“, schildert SGH-Trainer Sascha Zaletel die Vor- und Nachteile des temporeichen Spielstils der C-Juniorinnen. „Wir verteidigen sehr offensiv bis zur Mittellinie, damit kommen einige Gegnerteams nicht klar.“ Der Fokus liege aber auf der Ausbildung der Spielerinnen. „Dass bei den jungen Mädels auch noch individuelle Fehler passieren, ist auch klar.“

Für SGH-Trainer Sascha Zaletel ist die Ent-
wicklung seiner C-Juniorinnen wichtiger
als die Spielergebnisse.
Foto: Andre Menger

Handball sei in den vergangenen Jahren immer athletischer und temporeicher geworden, auch bei den Junioren. Da kämen dann auch mal 60 Tore auf einer Seite zustande. Ob sein Team noch stärker geworden ist als in der vergangenen Saison, weiß Zaletel nicht: „Die Höhen und Tiefen sind in diesem Jahr stärker ausgeprägt, das hat auch etwas mit den neuen Gegnern und Spielglück zu tun. Aber auf die Ergebnisse schauen wir gar nicht so sehr.“

Der kleine Kader von elf festen Spielerinnen erlaube aber eine sehr homogene Leistungsdichte. „Der kleine Kader macht uns stark, da wir die Spielzeit gleichmäßig verteilen. Wenn wir Spielerinnen eine Pause geben, gleichen wir das Niveau von der Bank voll aus“, so der Ibbenbürener Übungsleiter.

Mehr als nur ein Trainer

Zaletel habe mit vielen tollen Sportlerinnen im Damenbereich gearbeitet. „Wir hatten zwar nicht den besten Kader, aber durch die Strukturen in Ibbenbüren konnten wir unsere Stärken maximal ausbauen“, erläutert Zaletel die Erfolge des von ihm geführten Damenteams. „Mein Trainerverhalten hat sich auch drastisch verändert und ich musste auch diese Schritte machen.“

Die C-Mädchen vertrauen Sascha Zaletel und seiner Frau Isabel, die gemeinsam das Team leiten. „Wir sind Ansprechpartner auch für persönliche Probleme. Die Mädels sind in der Pubertät, das erste Mal verliebt. Und dann kommt da ein Lehrer, der für die Mädels kein Lehrer ist“, beschreibt Zaletel das Verhältnis zu seinen Spielerinnen. „Isabel und ich haben eine Teenagerin zu Hause und kennen die Probleme. Das hat auch viel mit Menschlichkeit zu tun und unsere Spielerinnen spiegeln uns das wider.“

Sascha Zaletel wird auch in der kommenden Saison das Mädchenteam seiner Tochter Neele trainieren, wenn sie zu den B-Mädchen aufsteigt: „Solange Neele das okay findet und der Verein mir das ermöglicht, werde ich das Team weiter trainieren.“


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