SGH dreht kurz vor Schluss die Partie

12. Februar 2026

Handball-Krimi in Ibbenbüren

Die SGH Ibbenbüren feiert einen knappen 28:27-Heimsieg gegen SC Münster 08 nachdem sie fast durchgehend einen Rückstand hinterher liefen. Mit starkem Einsatz sicherten sie sich wichtige Punkte und spendeten zudem für die Tafel.

Maik Menger feierte mit den SGH-Handballern am Sonntagabend einen knappen Sieg gegen SC Münster 08 und bleibt Spitzenreiter Westerholt dicht auf den Fersen. | Foto: Alfred Stegemann

Spitzenreiter Handball SV Westerholt hatte mit einem Sieg am Samstagabend beim SuS Neuenkirchen vorgelegt, da waren die Handballer der SGH Ibbenbüren am Sonntagabend in der Pflicht, daheim gegen SC Münster 08 nachzulegen. Das taten sie und feierten einen knappen 28:27 (15:18)-Erfolg.

So gab es doppelten Grund zum Jubeln. Die Handballer freuten sich über den Last-Minute-Sieg und die Ibbenbürener Tafel über einen warmen Geldsegen von 555 Euro. Denn alle Einnahmen des Handballtages der SGH, zuvor hatten bereits die Damen gespielt, gingen an die Tafel.

Ich habe in der Halbzeitpause schon gesagt, das ist halt nicht unser Tag.

Bilanziert SGH-Coach Maik König die Partie gegen SC Münster 08.

Die Hausherren wussten sich während der 60 Minuten aber nicht gerade mit Rum zu bekleckern. „Ich habe in der Halbzeitpause schon gesagt, das ist halt nicht unser Tag“, bilanziert SGH-Coach Maik König.

Die SGH führte überhaupt nur zweimal, beim 1:0 und beim 28:27 am Ende. Ansonsten liefen die Hausherren nach einer insgesamt schwachen Leistung durchgehend der Musik hinterher. Nach der frühen Führung durch Cedric Guhe blieben die Gelb-Schwarzen sieben Minuten ohne Tor. In dieser Phase wie auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs wurde deutlich, woran es haperte: Eine erschreckend schwache Angriffsleistung, gepaart mit fast nicht vorhandendem Rückzugsverhalten nutzten die Gäste zu einer zwichenzeitlichen Vier-Tore-Führung.

Hätten die Gäste ihrerseits die großen Lücken, die die SGH ihnen gab, besser genutzt, sie hätten zur Pause deutlich höher vorne liegen können als mit 18:15.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Die SGH hatte dem hohen Tempo des SC 08 weiterhin kaum etwas entgegenzusetzen und schaffte es lange nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Erst eine Auszeit von Trainer Maik König zum genau richtigen Zeitpunkt leitete die Wende ein.

„Wir haben uns gesagt, dass die Münsteraner auch ihre Fehler machen werden – und dann kommen wir ran“, zeigte sich König zuversichtlich. Und genau so kam es: Plötzlich griffen die Angriffskonzepte, die Hausherren nutzten ihre Chancen konsequent. Innerhalb von zwei Minuten drehte die SGH die Partie und ging mit 28:27 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings noch fast fünf Minuten zu spielen.

Spielerisch lief längst nicht alles rund, kämpferisch jedoch war den Gastgebern nichts vorzuwerfen. Am Ende wurden die SGH-Handballer für ihren Einsatz belohnt – wenn auch mit einer gehörigen Portion Dusel.

Eine Zeitstrafe und eine Rote Karte gegen die Gäste sowie zwei vergebene Siebenmeter in der Crunchtime leiteten schließlich die Wende ein. Allen voran Torhüter Hendrik Peters avancierte zum Matchwinner: Er parierte beide Strafwürfe und zeigte mit der Schlussirene eine weitere starke Parade, die den umjubelten Heimsieg endgültig sicherte.

„Wir haben gekämpft und die Situationen des Spiels angenommen. Am Ende haben wir verdient gewonnen“, freute sich SGH-Coach, der glücklich war, die Punkte in der eigenen Halle behalten zu haben.

SG Handball Ibbenbüren: Peters, Kühne – Albers, M. Menger (2), Eilers (5), Dorn (2), Ratert, Heinze (3), Guhe (1), Winter, Aust (12), Müller, Lang, Raczynski.


Zur Mannschaft

Artikel geschrieben Alfred Stegemann · Tizian Hohnhorst
In der IVZ erschienen am Sonntag, 08.02.2026