SGH-Herren siegen nach packendem Kampf

11. März 2026

33:31-Erfolg über Vorwärts Gronau

Magnus Aust avanciert mit 18 Toren zum Matchwinner gegen Gronau. Trainer Maik König nennt ihn die „Lebensversicherung“ der SGH-Herren – die Atmosphäre in der Halle Ost bleibt bis zum Schlusspfiff angespannt.

Die SG-Herren um Jonas Müller (Nummer 24, mittig), der den Schlusspunkt der Partie setzte, bejubeln den knappen 33:31-Heimsieg. | Foto: Daniel Diesendorf

Die SGH-Herren haben sich in einem Handball-Krimi am Samstagabend zwei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft der Verbandsliga gesichert. Mit 33:31 besiegten die Gastgeber ihre Kontrahenten Vorwärts Gronau vor heimischer Kulisse in der Halle Ost.

Die Rollen für diese Partie waren laut Tabelle klar verteilt. Ibbenbüren ging favorisiert in die Begegnung mit dem Tabellenachten. Doch schon das Remis im Hinspiel hatte gezeigt, dass Gronau ein unangenehmer Gegner sein kann. Personell fielen Linus Kuehne, Maik Menger und Till Dorn aus. Um dies zu kompensieren, halfen Nils Heitjan aus der A-Jugend und Nico Brockmeyer aus.

„Lebensversicherung.“

SGH-Trainer Maik König über den 18-fachen Torschützen Magnus Aust.

Die Anfangsphase war geprägt von technischen Unsauberkeiten, welche den Gronauern ein ums andere Mal Gegenstoßtore ermöglichten. Auf Ibbenbürener Seite begann dennoch ein Mann besonders zu scheinen. Magnus Aust überzeugte sowohl mit starken Eins-gegen-Eins-Aktionen als auch mit Abschlüssen aus dem Rückraum und verhinderte eine höhere Führung der Gronauer. Mit am Ende 18 Treffern war er Ibbenbürens bester Schütze. Trainer Maik König nannte ihn nach dem Abpfiff ihre „Lebensversicherung“.

Mit 16:17 ging die Heimmannschaft in die Kabine. Dort hatte Coach König einiges zu besprechen. „Gronaus Ruhe am Ball und ihre langen Angriffe machten uns Schwierigkeiten. Wir waren zu ungeduldig“, so König zu den Problemen im ersten Spielabschnitt. Diese Ungeduld verbesserte sich in Halbzeit zwei. Spielerisch wurde die Leistung nie den Erwartungen gerecht, doch die Ibbenbürener bewiesen mentale Stärke und traten mit absolutem Siegeswillen auf. Dies war laut König der Schlüssel zum Sieg.

Ibbenbüren wurde immer mehr zur spielbestimmenden Mannschaft. Zwar war Gronau immer mit ein bis zwei Toren in Führung, doch diese Sicherheit schrumpfte Angriff um Angriff. Zur Hälfte der zweiten Halbzeit gewann Ibbenbüren die Oberhand und ging selbst in Führung. Kurz vor Abpfiff musste Daniel Albers verletzungsbedingt ausgewechselt werden, der im Vorfeld schon angeschlagen war. Bis zum Schluss blieb es intensiv und spannend, doch die Unterstützung der Zuschauer, die Effizienz vor dem gegnerischen Tor und die verbesserte Abwehr sicherten den 33:31-Heimsieg.

Den Ausblick auf das ankommende Auswärtsspiel gegen den ATV Dorstfeld gibt Maik König mit verbesserungswürdigen Aspekten. „Unser Abwehrverhalten gefällt mir nicht und wir brauchen mehr Abgezocktheit vor dem Tor.“

SG Handball Ibbenbüren: Peters, Heitjan – Aust (18 Tore, 3/3 Siebenmeter), Winter (5), Guhe (4), Albers, Müller, Eilers (je 2), Heinze, Brockmeyer, Lang, Raczynski, Ratert.


Zur Mannschaft

Artikel geschrieben Daniel Diesendorf
In der IVZ erschienen am Sonntag, 08.03.2026