SG-Damen erreichen nur ein 27:27 in Brockhagen

22. September 2022

Falsche Taktik, hohe Fehlerquote, kein Sieg

Das hatten sich die Handballdamen der SG Ibbenbüren ganz anders vorgestellt. In einem Testspiel in der Vorbereitung hatten sie gegen TuS Brockhagen noch klar gewonnen. In der Meisterschaft am Samstag fanden sie nie ihre Linie und kamen über ein 27:27 nicht hinaus.

Jessica Sriskandarajah (rechts) setzt sich hier zwar gegen ihre Konkurrentin aus Brockhagen durch und erzielt einen ihrer drei Treffer, zum Sieg für die SG-Damen reichte es aber nicht. | Foto: Kai-Uwe Wahlhorn

Ende August hatten die Handball-Damen der SG Ibbenbüren den TuS Brockhagen in einem Testspiel mit 28:21 noch klar beherrscht. Das sah im Punktspiel am Samstag ganz anders aus. Da kam die Mannschaft des Trainerduos Sascha Zaletel und Timo Ortmeyer nicht über ein 27:27 (10:15) hinaus. Darüber waren die beiden nicht gerade erfreut. „Bei uns stimmte die Einstellung nicht“, monierte Zaletel. „Fast jeder individueller Zweikampf ging verloren.“

Die SG hatte große Probleme, ins Spiel zu finden. „Während wir in der Abwehr große Abstimmungsprobleme hatten, unzählige Zweikämpfe verloren und immer den einen Schritt zu spät agierten, war die Anzahl an Fehlern im Angriff überdimensional groß“, erläuterte Zaletel. Zwar lag die SG nahezu durchgehend zurück, der Rückstand blieb aber knapp. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs setzte sich der TuS bis zur Pause auf 15:10 ab.

Geschlagen geben wollten sich die SG-Damen aber nicht. Und sie zeigten Moral. In der entscheidenden Phase ließen die Ibbenbürenerinnen eine hohe Kampfbereitschaft erkennen und kamen bis auf 27:27 heran. Bei eigenem Ballbesitz war sogar erstmals im Spiel eine Führung möglich, doch wurde der Angriff ein wenig überhastet abgeschlossen, so dass es bei der Punkteteilung blieb.

Dafür dass die Mannschaft nie wirklich an ihr wahres Leistungsvermögen heranreichte, machte Sascha Zaletel auch sich selbst verantwortlich: „Vielleicht lag ich mit meiner taktischen Marschroute auch daneben.“ Als die SG in der zweiten Hälfte zum altbewährten System zurückkehrte, lief es gleich besser. Nun gilt es, bis zum nächsten Spiel am Samstag daheim gegen TuS Bielefeld/Jöllenbeck das angeknackste Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

SGH Ibbenbüren: Köster, Windoffer – Beermann (7), Wessling (5), Snyders (3), Schoppe (3), Sriskandarajah (3), Reisbich (2), Zaletel (2), Bolze (1), Siemering (1), Neubauer, Gebauer, Landau.

Zur Mannschaft


Artikel geschrieben von Alfred Stegemann.
In der IVZ erschienen am 19.09.2022

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